Bismarck
Drama
ARD

Personen: Uwe Ochsenknecht (Otto von Bismarck, Graf & Fürst), Rudolf Donath (Wilhelm von Preußen, Prinz, Prinzregent, König und Kaiser), Ulli Philipp (Augusta, Prinzessin, Königin und Kaiserin), Adelheid Arndt (Johanna von Bismarck, Gräfin und Fürstin), Gottfried Lackmann (Bucher), Ulrich Pleitgen (Albrecht von Roon, Kriegsminister) u.a.
Regie: Tom Toelle
 
1.  29. 4. 1990  Ich bin ein Preuße 
2. 30. 4. 1990 Eisen und Blut
3. 02. 5. 1990 Virtuose der Macht

Inhalt: 1890! Endlich hat man Bismarck von der Macht vertrieben. Zusammen mit seinem Getreuen Bucher, einem 48er Kämpfer für die Rechte des Volkes, schreibt Bismarck an seinen Erinnerungen. Mit Bucher kommt es immer wieder zum Konflikt, weil Bismarck die Geschichte umdichtet. Johanna von Bismarck vermittelt zwischen beiden Streithälsen, die sich an Bismarcks Treiben erinnern.

Kritik: Und es begab sich im Frühjahr 1990, dass die DDR implodierte und sich die Vereinigung der beiden deutschen Staaten abzeichnete, als die ARD diesen Dreiteiler über Otto von Bismarck zeigte. Diese drei Episoden fand ich auf youtube und habe sie mir reingezogen. Als Historiker war ich von der Miniserie nicht angetan: Bismarck war einer der schlimmsten deutschen Politiker im 19. Jahrhundert, der am Scheitern der deutschen Revolution von 1848 tatkräftig mithalf und dafür ein Deutsches Reich schuf, welches vor dem Volk und der deutschen Geschichte nur kurzfristig Bestand hatte. Er setzte staatliche Zwangsmaßnahmen ein, um seine politischen Gegner zu schikanieren und zu kujonieren, Nationalliberale, Katholiken, Polen und Sozialdemokraten. Bismarck brachte viel Kummer, Not und Elend über das deutsche Volk. Als er 1849 in die zweite Kammer des preußischen Landtags einzog, begründete er sein politisches Engagement mit purem Egoismus: "Ich bin ein preußischer Junker und will auch meine Vorteile davon haben." Nun, es ist nicht meine Aufgabe, mich hier über das Scheusal Bismarck auszulassen. Diese Serie brachte den Konflikt Bismarcks mit Augusta, der Frau des späteren Königs und Kaisers Wilhelm, zum Vorschein, seinen Ärger mit dem späteren Kaiser Friedrich und dessen Frau, aber wenig zu seinem Kampf gegen das eigene Volk. Gleichwohl habe ich mit großem Interesse zugesehen. Von der Darstellung Uwe Ochsenknechts, Rudolf Donaths und Ulli Philipp bin ich durchaus angetan. Überhaupt bestach die Produktion durch gutes Personal.

Alphabetischer Index
Chronologischer Index
Startseite von bamby

Kontakt

Bearbeitet am

(C) Norbert Korfmacher