Die Kennedys

26. 7. 2012

1. Der Patriarch
Im Hause der Kennedys ist die Stimmung angespannt. Es ist offensichtlich, dass Joe Kennedy Senior das Zepter in der Hand hält und das Leben seiner Familie bestimmt - das seiner duldsamen Ehefrau Rose, einer strenggläubigen Katholikin, sowie das seiner beiden Söhne Bobby und Jack. Die Episode beleuchtet die letzten Momente vor dem entscheidenden Tag, dem 8. November 1960, an dem John "Jack" F. Kennedy zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Durch Rückblenden erfährt man, dass der Patriarch und ehemalige US-Botschafter Joe Kennedy Senior, der selbst in den 1940er Jahren politisch diskreditiert wurde, besessen ist von der Idee, einen Kennedy ins Weiße Haus zu bringen. Zunächst hatte er all seine Hoffnung auf den erstgeborenen Sohn Joe gesetzt. Erst als Joe im Kriegseinsatz stirbt, überträgt er die Präsidentschaftskandidatur dem jüngeren und politisch weniger ambitionierten Sohn Jack. Sein jüngster Sohn Bobby kann es hingegen nicht erwarten, mit seiner Frau Ethel ein Leben als Anwalt, fernab vom Einfluss seines Vaters, zu führen. Als Wahlkampforganisator für seinen Bruder Jack wird Bobby den überaus hohen Erwartungen von Joe Kennedy Senior kaum gerecht. Und auch Jack scheint mit der Kandidatur und der ihm bevorstehenden Zukunft als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika überfordert zu sein. Er findet sich im Spannungsfeld zwischen dem aggressiven väterlichen Erwartungsdruck und dem eigenen Verlangen nach privatem Familienglück mit seiner hochschwangeren Frau Jackie wieder. Doch obwohl Jack glaubt, einer politischen Karriere dieses Ausmaßes nicht gewachsen zu sein, wagt er es nicht, sich den Plänen seines Vaters zu widersetzen.

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Bearbeitet am 26. Juli 2012