Furia

7. 11. 2021

Stab: Schnitt: Patrick Larsgaard; Musik: Christoph Maria Kaiser, Julian Maas; Kamera: Nick Remy Matthews; Drehbuch: Gjermund Stenberg Eriksen, Helena Nielsen; Regie: Magnus Martens

1. Folge
Asgeir, einst Polizist bei der Spezialeinheit, möchte mit Tochter Michelle im beschaulichen Vestvik in Norwegen ein neues Leben beginnen. Doch stattdessen stößt er auf eine rechte Terrorzelle. Ein Brandanschlag auf die Flüchtlingsunterkunft führt ihn an seinem ersten Tag als Ortspolizist zu den Brüdern Ole und Bjørn, die eine kleine Firma führen. Hinter der Fassade sind die beiden jedoch Teil einer radikalen identitären Bewegung mit verheerenden Plänen. Anführer und Strippenzieher im Hintergrund dieser Zelle ist der Blogger Cato, dessen Identität sowohl der Polizei als auch seinen eigenen Gefolgsleuten unbekannt ist. Cato weiß um die Macht des Wortes und schürt damit Hass und Gewalt vor allem gegen Muslime und Geflüchtete in ganz Europa genauso wie die Bloggerin Furia. Mit ihren hetzerischen Texten berührt sie ihre Leser vor allem auf emotionaler Ebene und möchte damit gleichzeitig Cato beeindrucken. Hinter der Bloggeridentität Furia steht Ragna, die von Cato vor Kurzem nach Vestvik geschickt wurde, um die Brüder Bjørn und Ole in ihrem Vorhaben zu unterstützen. Die Brüder haben dank ihrer Beliebtheit und ihres hohen Ansehens eine kleine Gefolgschaft für ihre identitäre Bewegung hinter sich versammelt. - Darunter ist auch Kjetil, der in den Medien gegen Ausländer und vor allem gegen die örtliche Flüchtlingsunterkunft wettert. Doch mit seiner Hitzköpfigkeit gerät er immer wieder mit den Brüdern aneinander. Als Kjetils Sohn Stein brutal erschlagen aufgefunden wird, überschlagen sich die Ereignisse. Asgeir und sein Kollege Siem leiten die Ermittlungen, und schon bald führt die Spur in die Flüchtlingsunterkunft und zu einem der Bewohner. Wie sich nämlich herausstellt, war Stein derjenige, der den Brandanschlag auf das Heim verübt hatte, und es sieht so aus, als ob diese Tat nun gerächt wurde. Asgeir bezweifelt allerdings die Echtheit der Beweise, die auf den Geflüchteten als Täter hindeuten. Er stellt eigene Ermittlungen an und stößt so auf ein Treffen der identitären Bewegung von Bjørn und Ole. Als Asgeir entdeckt wird, kommt es zu einer Auseinandersetzung, in der Asgeir Bjørn in Notwehr erschießt. Während alle anderen vom Tatort fliehen, ringen Asgeir und Ragna miteinander. Im Kampf offenbart sich Ragna Asgeir als Undercoveragentin des norwegischen Geheimdienstes mit dem Auftrag, die identitäre Bewegung, die in Wahrheit eine rechte Terrorzelle ist, zu infiltrieren und Cato und sein Vorhaben aufzudecken. - Mit dem tödlichen Schuss auf Bjørn endet Asgeirs Wunsch von einem friedlichen und vor allem sicheren Leben für sich und Michelle jäh. Nicht nur, dass er sich nun einer internen Ermittlung stellen muss, die Gefahr ist groß, dass sein Name in dem Zusammenhang an die Öffentlichkeit gerät. Denn auch Asgeir hat ein Geheimnis. Er und Michelle sind auf der Flucht vor dem russischen Mafiaboss Ziminov, gegen den Asgeir in seinem ehemaligen Job bei der Spezialeinheit zuletzt ermittelt hat. Bei einem Einsatz wurde jedoch eine Informantin getötet Michelles Mutter. Seitdem ist Asgeirs oberste Priorität die Sicherheit Michelles. Er würde sogar die Enttarnung Ragnas in Kauf nehmen, um seinen eigenen Kopf aus der Schusslinie zu nehmen. Dies will Ragnas Vorgesetzte Inger jedoch verhindern. Sie bietet Asgeir einen Deal an. - Nicht nur für Asgeir bedeutet Bjørns Tod einen Kurswechsel. Auch die Terrorzelle sieht ihr Vorhaben nun gefährdet. Doch Ole, der zwar nach außen hin immer im Schatten seines starken Bruders Bjørn stand, aber insgeheim der Kopf der beiden war und im Kontakt zu Cato steht, lässt sich von seinem Plan nicht abbringen und geht dafür sogar über Leichen.

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Bearbeitet am 17. November 2021