Plath Family

14. 10. 2021

13. Tattoos, Sushi und Klangschalen
Micah zeigt seinen Prachtkörper in einer Muckibude. Dort steht er, leichtbekleidet und versucht sich erfolgreich an irgendwelchen Gewichten. - Olivia und ihr Mann Ethan weilen im sündigen Los Angeles. Dort gehen sie zum Chinesen und Ethan macht eine neue Erfahrung: mit Stäbchen kann ein junger, weißer Mann nicht wirklich gut essen. Immerhin schafft er mit vier Stäbchen eine Gabel nachzubilden und mit zwei Stäbchen fühlt er sich an weibliche Beine erinnert, die sich spreizen sollen. Olivia stellt fest, dass ihr junger Ehemann seit ihrer Hochzeit nur schmutzige Gedanken hat und will wissen, ob er früher auch so war. Nun erzählt er ihr, während er den Mund voll wasauchimmer aus China hat, wie er das erste Mal mit dreizehn Jahren masturbiert hat: an einem Sonntagmorgen in Mitten des konservativen Hausbibelkreises überkam es ihn und er gab der Lust nach. Er legte sich unter Stühle und gaukelte seiner frömmelnden Umwelt vor, er lese ein Buch. Ethan wusste nicht, was das war, aber er wusste sofort, dass es sich gut anfühlte. Seine Eltern saßen auf den Stühlen über ihm und bekamen von der Explosion in der Hose ihres Sprösslings nichts mit. "Gute Story!" entfährt es Olivia.

Ja, und dem will ich hier nicht widersprechen. Ethans Geschichte über seine erste Masturbation war so toll, dass ich sie im Gedächtnis behalten habe und hier für züchtige und weniger züchtige Fans der Plath-Familie mit Wonne ausbreite.

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Bearbeitet am 21. November 2021

(C) des Textes: Norbert Korfmacher, Münster