Personen: Francesca Annis (Ann Forsyte), Danny Griffin (Jolyon "Jo"
Forsyte Jr.), Tuppence Middleton (Frances Forsyte), Justine Moore (June
Forsyte), Millie Gibson (Irene Heron), Eleanor Tomlinson (Louisa Byrne),
Tilly Walker (Holly Byrne), Dexter Seaton (Jos Byrne), Stephen Moyer (Jolyon
Forsyte Senior), Jack Davenport (James Forsyte), Joshua Orpin (Soames Forsyte),
Naomi Frederick (Emiliy Forsyte), Eleanor Jackson (Winifred Dartie), Tom
Durant Pritchard (Montague Dartie), Don Gallagher (Swithin Forsyte), Owen
Igiehon (Isaac Cole), Jamie Flatters (Philip Bosinney), Issey King (Hannah),
Fiona Button (Clarissa Heron), George Lammiman (Horatio Carteret), Tallulah
Evans (Olivia Carteret) und Susan Hampshire (Lady Carteret)
Musik: Anne Dudley; Kamera: Simon Archer, Andrew McDonelll; Buch: Debbie
Horsfield; Regie: Meenu Gaur, Annetta Laufer
| 1. | 15. 7. 2026 | Der Geburtstagsball |
| 2. | 15. 7. 2026 | Geheime Begierden |
| 3. | 16. 7. 2026 | Loyalität oder Liebe |
| 4. | 16. 7. 2026 | Offenbarung in Paris |
| 5. | 16. 7. 2026 | Krisenzeiten |
| 6. | 16. 7. 2026 | Wendepunkte |
Kritik: Das ist nicht ganz einfach.
Als Literaturverfilmung ist das ein Desaster, eine Katastrophe.
Die literarische Vorlage wurde von den Macherinnen und Machern dieser Serie
verhunzt und abgeschlachtet. Vom Original ist wenig geblieben. Beispiel:
aus der jungfräulichen Tante Anne wurde die Matriarchin der Familie
Ann, die Eltern von Jolyon und James Forsyte, sie war im Buch die Schwester
der beiden. Damit fiel auch fast der ganze Rest der Familie weg. Aber gerade
sie waren das Leckerlie in der gedruckten Soap, sie sorgten für viel
Spaß. Ich erspare es mir, hier alle Änderungen aufzuführen,
die mir als Fan der Forsytes gallig aufgestoßen sind. Dass Soames
Forsyte, die Hauptperson des Romans, überhaupt nicht getroffen worden
ist und er unrasiert durch die Folgen schlich, fand ich schon dreist. Da
war die Verfilmung von
1967 sehr viel näher am Buch trotz einiger Freiheiten.
Wie gesagt: das ist nicht ganz einfach.
Die Ausstattung dieser Verfilmung ist großartig und sehenswert,
die Schauspieler und Schauspielerinnen waren überzeugend und die sechs
Teile haben mich leidlich gut unterhalten. Dazu kam, dass die Produktion
sich der Vorgängerserie sehr wohl bewusst war und aus der alten Garde
Susan Hampshire anheuerte, die in ihrer neuen Rolle lustvoll gegen die
Forsytes stichelte.
Fazit: ich will auch die weiteren Staffeln sehen, denn die Serie
endet in dem Moment, wo es richtig losgeht. Ob das ZDF mich erhört?
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Bearbeitet am 16. August 2026
(C) Norbert Korfmacher